Das Gänseblümchen

Was wäre eine Wiesenlandschaft wohl ohne dieses hübsche, kleine weiß-gelbe Blümchen, dass zwar zierlich und zurückhaltend erscheint, jedoch nahezu unverwüstlich ist. Das Gänseblümchen (auch Maßliebchen oder Marienblümchen genannt) gehört zur Familie der Korbblütler und kann als mehrjährige Pflanze bis zu 15cm hoch werden. Von März bis April zeigt sie ihre schöne Blüte, die der größeren Magarite oder Kamille ähnelt. Obwohl sich das Gänseblümchen so klein und zart präsentiert, besitzt es doch eine starke Widerstandskraft und richtet sich schnell wieder auf, wenn es einmal von Fußgängern niedergetreten wird. Auf Wiesen, die regelmäßig gemäht werden, wächst das clevere Pflänzchen einfach nicht so hoch und passt sich damit optimal an die Schnitthöhe des Rasenmähers an.170312_organicsunday_artikel_gänseblümchen1

Das Gänseblümchen ist aber nicht nur eine Freude für unsere Augen, es enthält viele heilsame Inhaltsstoffe, die uns innerlich und äußerlich bei allerlei Beschwerden unterstützen können.

Die frisch gepflückten Blütenköpfe kann man beispielsweise mit heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und so als Tee genießen. Denn die enthaltenen Bitter- und Gerbstoffe regen den Stoffwechsel an und helfen dem Körper zu entschlacken, auch Magen-Darm-Probleme können damit gelindert werden. Saponine, Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), Fumarsäure (Antioxidant) und Vitamin C unterstützen den Organismus bei Erkältungen und verschiedenen Infekten. Mag man keinen Tee trinken, kann man auch einfach eine Gänseblümchen-Tinktur selber herstellen. Dazu legt man ein paar saubere Blüten in ein Schraubglas, übergießt diese mit hochprozentigem Alkohol (z.B. Weingeist), und lässt die Mischung ca. drei bis fünf Wochen ziehen. Zwischendurch ein paar mal umrühren, dann abseihen und in eine dunkle Flache füllen. Von dieser Tinktur kann man bis zu dreimal täglich 5-10 Tropfen einnehmen, gut geeignet zum Beispiel auch bei einsetzender Frühjahrsmüdigkeit!

Äußerlich hilft die Tinktur mit Wasser verdünnt in Form von Umschlägen oder Kompressen bei Gliederschmerzen und Prellungen und fördert die Wundheilung.

Natürlich sind die hübschen, aromatischen Blüten auch ein dekorativer Genuss im Salat oder einfach auf dem Butterbrot. Probiert es mal aus!