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EINSTEIGEN UND LOSFAHREN

4. Juni 2016

Habt ihr in einer Großstadt auch schon mal vor einem der Autos von Car2Go oder DriveNow gestanden und euch gefragt wie dies eigentlich funktioniert? Wir haben uns bei dem größten, deutschen Carsharing-Anbieter DriveNow angemeldet und ihn für euch getestet.

1. Online Registrierung
Zunächst meldet man sich auf www.drive-now.de an, um die Registrierung durchzuführen und seine Daten zu hinterlegen. Hierzu benötigst du deine Kontaktdaten sowie deine Führerschein-Identifikationsnummer. Die Anmeldegebühr beträgt in der Regel 29,00 Euro oder mit etwas Glück gibt es gerade eine Aktion. Wir haben eine Aktion für 19,00 Euro erwischt und 30 Min. gratis fahren dazu erhalten. Die Anmeldegebühr ist einmalig zu bezahlen und beinhaltet die Bearbeitungsgebühr und die Kosten für deine persönliche Kundenkarte.

2. Verifizieren
An dem Tag, an dem wir uns online registriert haben, waren wir gerade in Berlin und freuten uns schon auf die erste Fahrt. Leider haben wir übersehen, dass man sich in einer Sixt-Filiale mit seinem Führerschein verifizieren muss und dort auch seine Kundenkarte erhält. Die erste Fahrt haben wir somit verschieben müssen und uns bei der nächsten Reise nach Hamburg besser vorbereitet. In der Sixt-Filiale am Hamburger Hauptbahnhof wurde uns dann aber leider freundlich gesagt, dass man sich nur bei speziellen Geschäftsstellen verifizieren kann. Diese Stellen findet ihr auf der DriveNow Webseite unter der jeweiligen Stadt. Nachdem wir dann im Hamburger Hafen eine Geschäftsstelle gefunden haben, ging alles ganz schnell und unkompliziert.

Wichtig: Du benötigst deinen Führerschein, dein Kennwort aus der Onlineregistrierung und eine Sixt-Geschäftsstelle, die DriveNow Partner ist.

3. Autosuche und Reservierung
Mit der DriveNow App findest du ganz einfach das nächste verfügbare Auto in deiner Nähe. DriveNow kooperiert mit BMW und somit stehen z.B. derzeit in Hamburg folgende Modelle zur Verfügung: 1er, X1, 2er, i3 und MINIs. Wir haben uns den nächsten i3 gesucht, da wir gerne elektrisch und ökologisch durch Hamburg fahren wollten. Diesen haben wir über die App 15 Minuten reservieren lassen, damit das Auto auch noch da ist, wenn wir dort angekommen sind. Dieser Service ist kostenlos und kann zweimal, also 30 Min. insgesamt, in Anspruch genommen werden.

4. Starten der Fahrt
Am Auto angekommen, gibt es die Möglichkeit das Auto per App oder mit der Kundenkarte zu öffnen – beides funktionierte problemlos. Über die Starttaste (also Schlüssellos) wird das Auto gestartet. Auf dem Bildschirm wird man freundlich begrüßt und einige Dinge abgefragt bevor die Automiete kostenpflichtig beginnt.

  • Wie sauber haben Sie das Auto vorgefunden?
    Unser Auto war leider innen wie außen nicht besonders sauber, aber akzeptabel.
  • Ist das Fahrzeug außer den bisher gemeldeten Mängeln schadenfrei?
    Hier gibt es die Möglichkeit sich die bereits gemeldeten Schäden anzeigen zu lassen und das Auto anschließend selber auf weitere Kratzer oder Schäden zu überprüfen. Unser Auto hatte drei Kratzer, alle waren bereits gemeldet.
  • Möchten Sie Ihre Selbstbeteiligung für nur 1 Euro von 750 auf 350 Euro reduzieren?
    Diese Frage ist sehr geschickt, da es wahrscheinlich viele dazu verlockt diese Option zu buchen.

Nach Beantwortung aller Fragen beginnt die kostenpflichtige Miete und es kann losgehen.

5. Die Fahrt (Hamburg Hafencity – Schanzenviertel)
Die Fahrt war ein schönes Erlebnis, da das Elektroauto i3 von BMW ein perfektes Auto für den Stadtverkehr ist. Er ist nahezu geräuschlos, sehr zügig in der Beschleunigung und bietet einen guten Komfort sowie ein tolles Design.

6. Parken
Das wohl größte Problem an dem gesamten Konzept ist meiner Meinung nach das Parken in Großstädten. Wir haben in Hamburg mehr als die Fahrtzeit dafür benötigt einen Parkplatz zu finden, bei dem wir uns sicher waren, dass dieser ohne Bedenken genutzt werden konnte. Die Parkregeln sind vom Prinzip nicht schwierig (die Dame in der Sixt-Geschäftsstelle meinte jedoch, wir sollten es lieber im Internet nachlesen, da es sehr kompliziert sei). Es darf im gesamten Geschäftsgebiet (sieht man in der App) kostenlos auf öffentlichen Parkplätzen geparkt werden. Ausgenommen sind reine Anwohnerparkzonen, Privatparkplätze, Parkhäuser, Parkplätze mit zeitlicher Begrenzung (Parkscheibe) und Parkzonen mit Sondernutzung (z.B. Behindertenparkplätze, Halteverbot, Taxiparkplätze).

7. Beenden der Miete
Dies ist genauso einfach wie das Starten der Miete. Durch das Ausschalten des Motors wird gefragt, ob die Miete beendet werden soll. Anschließend wird mit Hilfe der App oder der Kundenkarte das Auto verschlossen. Im Anschluss kurz warten bis die Lampe in der Windschutzscheibe grün leuchtet.

8. Kosten
Wir sind 7 km durch den Stadtverkehr in Hamburg gefahren und haben hierfür 26 Minuten gebraucht. Dabei hat jedoch die Suche nach einem Parkplatz einiges an Zeit in Anspruch genommen. Abgerechnet wird nach Minuten oder es gibt die Möglichkeit Zeitpakete zu buchen. In unserem Fall haben wir 0,34 Euro pro Minute zuzüglich der Versicherung von 1,00 Euro bezahlt. Dies ergibt einen Gesamtpreis inklusive aller Kosten von 9,84 Euro. Die Rechnung ist ein paar Tage später per Email gekommen und wurde automatisch von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht.

Unser Fazit
Nach leichten Startschwierigkeiten mit der Verifizierung hat es viel Freude gemacht die neue Art von Mobilität in Großstädten zu testen. Die Verifizierung könnte sicher deutlich kundenfreundlicher gestaltet werden, besonders wenn die Flughafen- und Hbf. Sixt-Geschäftsstellen die Verifizierung durchführen würden. Der gesamte Reservierungs- und Buchungsprozess über die App funktioniert wirklich hervorragend. Auch das Starten und Beenden einer Fahrt ist sehr einfach und unkompliziert gelöst. Ich persönlich würde mir noch etwas mehr Elektroautos wünschen, damit das Carsharing in Großstädten noch mehr Sinn macht.

Unbedingt mal ausprobieren!

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