Naturkosmetik

Ein schleichendes Gift

16. Februar 2017

Mikroplastik

Als Mikroplastik werden kleinste Plastikpartikel bezeichnet, die kleiner als 5mm sind. Lange wurden diese Stoffe wegen ihrer geringen Größe nicht beachtet. Doch je kleiner die Teilchen sind, desto gefährlicher sind sie für unsere Umwelt, die Tiere und letztlich für uns.

Kunststoff wird auf Basis von Erdöl, Kohle oder Erdgas hergestellt. In Form von Mikroplastik wird das Kunststoff als Füllmittel, Bindestoff oder Schleifmittel unter anderem in konventioneller Kosmetik eingesetzt. Durch das Abwasser gelangen die Plastikpartikel in die Kläranlage. Da die Klärwerke es nicht ausreichend aus dem Abwasser filtern können, gelangt es von dort direkt in unsere Umwelt, die Flüsse und Meere. Ein weiteres Problem sind Kleidungsstücke, die aus synthetischen Fasern wie Nylon hergestellt werden. Durch den Waschvorgang werden die verarbeiteten Mikrofaserteilchen freigesetzt und gelangen so ebenfalls über das Abwasser in die Umwelt. Sind diese chemischen Stoffe erst einmal da, kann man sie nicht wieder aus der Umwelt entfernen. In den damit verschmutzten Meeren werden sie von ihren Bewohnern aufgenommen. Betroffen sind selbst die kleinsten Meeresorganismen wie das Zooplankton, Muscheln und Würmer, die widerum Nahrung für die Fische bieten. Hinzu kommt, dass Mikroplastik wie ein Magnet auf Umweltgifte wirkt. Sie reichern sich auf der Oberfläche des Kunststoffes an. Laut dem BUND weisen die Messungen eine 100mal höhere Konzentration auf als im Meereswasser selber. Mikroplastik wird demnach samt der Gifte von den Tieren aufgenommen und in ihrem Magen-Darm-Trakt wegen ihre Fettlöslichkeit wieder freigegeben. Die Folgen davon reichen von Endzündungsreaktionen, Gewebeveränderung bis hin zum Tod. Was die Auswirkungen auf den Menschen betrifft, ist noch wenig bekannt. Die konventionelle Kosmetikindustrie schaut bisher nur zu. Es besteht in Deutschland lediglich eine Deklarationspflicht aller verwendeten Inhaltsstoffe auf den Produkten. Oft ist es jedoch für uns Verbraucher aufgrund der unterschiedlichsten und schwer durchschaubaren Bezeichnungen nicht zu erkennen, ob ein Produkt Mikroplastik enthält. Auf der Seite von Greenpeace habe ich eine Liste mit Inhaltsstoffen gefunden, welche auf Plastik im Produkt hinweisen.

Bezeichnungen:

-Acrylates Copolymer (AC)

-Acrylates Crosspolymer (ACS)

-Ethylen- Vinylacetat- Copolymere (EVA)

-Nylon-6

-Nylon-12

-Polyethylen (PE)

-Polyethylenerephthalat (PET)

-Polypropylen (PP)

-Polyquaternium-7 (P-7)

-Polyurethan (PUR)

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf zertifizierte Biokosmetik zurückgreifen, denn die darf kein Mikroplastik enthalten.

Quelle: BUND, Geenpeace, bundesverband meeresmuell.de

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