Gesundheit

Kräuter – die super gesunden Allrounder

1. Juli 2018

Meine Lieblings Kräuter

Immer, wenn ich in meinen Garten schaue, freue ich mich riesig, wie üppig mein kleiner Kräutergarten wächst und gedeiht. Jedes Mal, wenn ich etwas zu essen zubereiten möchte, überlege ich, welche Kräuter ich wohl dafür verwenden könnte. Kräuter sind nicht nur richtig lecker und dekorativ, sondern auch unheimlich gesund.
Sie enthalten unterschiedliche ätherische Öle, Bitter-, Gerb- und Farbstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Ich möchte hier meine liebsten Kräuter kurz vorstellen und ihre positive Wirkung auf unser Wohlbefinden erläutern.

Schnittlauch

Wie der Name schon vermuten lässt gehört der Schnittlauch zur Gattung Lauch. Er ist ein pflegeleichtes Kraut, dass an sonnigen bis halbschattigen Standorten am besten wächst und mäßiges Gießen mag.

Von Mai bis September können die langen grünen Stängel geerntet und komplett verzehrt werden. Schnittlauch sollte man möglichst roh verwenden, weil er so am besten schmeckt und alle guten Inhaltsstoffe enthalten bleiben. Neben viel Vitamin C enthält das Kraut Senföle, die zum Beispiel Blähungen oder andere Verdauungsbeschwerden lindern und antibakteriell wirken. Kalium sorgt dafür, dass Schnittlauch entwässernd und blutreinigend wirkt. Außerdem ist das Kraut dafür bekannt den Appetit anzuregen.
Besonders gut schmecken mir die langen Stängel klein geschnitten im Kartoffelsalat.

Petersilie

Die Petersilie ist wohl das populärste und beliebteste Kraut in unseren Breiten.
Sie gehört zur Gattung der Petersiliengewächse und man unterscheidet grob die glatte und die krause Petersilie, wobei die glatte Sorte kräftiger im Geschmack ist.

Die Petersilie zählt zu den wenig empfindlichen Kräutern und mag es weder zu feucht noch zu trocken. Sie wächst auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden und kann von März bis September geerntet werden. Wie bei fast allen Kräutern sollte die Petersilie möglichst frisch und roh gegessen werden. Die vielen Mineralstoffe wie Zink, Eisen, Kalium, Magnesium, Mangan und die Vitamine A, B, C sorgen für ein starkes Immunsystem, ein straffes Bindegewebe, wirken entschlackend und machen gute Laune. Außerdem neutralisiert das enthaltene Chlorophyll den unangenehmen Geruch, wenn man Knoblauch gegessen hat. Frische Petersilie ist nahezu überall in der Küche einsetzbar und schmeckt in ganz unterschiedlichen Gerichten einfach lecker. Ich liebe dieses Kraut und esse es zu fast allem. 😉

Eine Unterart der Petersilie ist die Wurzelpetersilie. Bei diesem Gewächs, welches der normalen Petersilie ähnelt, kann man die weißen bis hellbraunen Wurzeln verzehren. Sie können roh, gekocht, gebacken oder gedünstet werden und schmecken mild süßlich. Die Wurzelpetersilie gilt als sehr mineralstoffreich, aber als kalorien- und kohlenhydratarm.
Ich mag diese Wurzel besonders gern in Gemüsesuppen oder gebacken im Ofen und mit Salz bestreut.

Dill

Der zur Familie der Doldenblütler gehörende Dill ist ein meist einjähriges Kraut, welches im April ausgesät und von Juni bis September geerntet werden kann.


Man verwendet die ganze Pflanze, wobei die zarten Blätter und die Samen am aromatischsten sind. Dill wirkt bei Blähungen und Magenbeschwerden krampflösend. Als Tee zubereitet kann das Kraut auch bei Babys und Kleinkindern Linderung verschaffen. Außerdem regt Dill mit seinen ätherischen Ölen den Appetit an und fördert einen entspannten Schlaf.
Dill wird nicht umsonst auch Gurkenkraut genannt. In jedem Gewürzgurkenglas findet man das Kraut, und ich bin der Meinung in keinem Gurkensalat darf frischer Dill fehlen.

Salbei

Das zur Familie der Lippenblütler gehörende Kraut liebt vollsonnige und eher karge Standorte mit kalkhaltigem, sandigen Boden.

Es kann von April bis September geerntet und frisch oder getrocknet verwendet werden. Die länglichen Blätter mit dem filzigen Flaum wirken in Form von Tee oder einer Gurgellösung seht gut bei Hals- oder Zahnschmerzen.
Das im Salbei enthaltene ätherische Öl ist für die antibakterielle und pilzfeindliche Wirkung verantwortlich. Zusammenziehende Stoffe, sogenannte Tannine, sorgen dafür, dass die Schleimhaut undurchlässiger für Bakterien und Viren wird. Mit verdünnten Texturen können auch Hautprobleme wie Entzündungen behandelt werden. Außerdem wird Salbei in vielen Deos verwendet, da er schweißhemmend wirkt.
Ich mag das leicht bittere Kraut mit dem aromatischen Geruch besonders in einer Salbeisauce auf der Pasta.

Oregano

Auch der Oregano gehört zu den Lippenblütlern und liebt es als mediterranes Kraut warm, sonnig und trocken. Er kann das ganze Jahr über geerntet werden und sollte das auch, denn im Oregano stecken sehr viele, sehr gesunde Stoffe.

Das enthaltene ätherische Öl ist reich an Polyphenolen (Antioxidantien) und gilt als wirkungsvollstes natürliches Antibiotikum. Erstaunlicherweise wird die Pflanze nicht von Schädlingen oder Krankheiten befallen, so stark wirkt das ätherische Öl. Außerdem fördert Oregano die Verdauung, sorgt für guten Appetit und bekämpft Pilze, Bakterien und Entzündungen aller Art.

Auch in der Kosmetik findet das Kraut mit dem typischen Geruch Verwendung zum Beispiel bei fettiger, unreiner Haut oder bei kleineren Entzündungen oder Verletzungen. Oregano Öl in Verbindung mit Kokos Öl ist ein tolles, wirksames Mittel gegen trockene, strapazierte Haut oder lästigem Juckreiz nach Insektenstichen.
Natürlich ist das leicht bittere Kraut jedem bekannt auf Pizza und Pasta, jedoch meist in getrockneter Form. Ich liebe Oregano frisch vom Balkon in Saucen oder im Nudelsalat.

Thymian

Der Thymian liebt es warm, sonnig und nicht zu feucht. Die zur Familie der Lippenblütengewächse gehörende Pflanze kann bis in den Winter geerntet werden. Sie duftet sehr aromatisch und hat einen würzigen, leicht bitteren Geschmack.

Das enthaltene ätherische Öl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und kann deshalb bei festsitzendem Husten und bei Bronchitis helfen. Außerdem regt Thymian den Kreislauf an, zum Beispiel bei Erschöpfungszuständen oder niedrigem Blutdruck, lindert Kopfschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl.
In bemerkenswert hohen Mengen enthält Thymian außerdem Kalzium, Eisen und Vitamin C.
In vielen mediterranen Speisen sorgt Thymian für das charakteristische Aroma.

Rosmarin

Auch der dekorative Rosmarin gehört zu den Lippenblütlern. Er liebt es genau wie seine Verwandten Mittelmeerkräuter sonnig, warm und bevorzugt einen eher kalkhaltigen Boden. Die harzig und leicht bitter schmeckenden Blätter des Rosmarinstrauches können ganzjährig geerntet werden.


Sein ätherisches Öl ist sehr stark in der Wirkung. Deshalb sollte man Rosmarin-Öl nur sparsam und verdünnt verwenden. Das Kraut kann aber auch als Tee oder Tinktur und nicht zuletzt als maßgeblicher Geschmacksgeber von vielen mediterraner Gerichten verwendet werden.

Rosmarin ist besonders anregend bei niedrigem Blutdruck, hilft bei Migräne und Kopfschmerzen, bei Verdauungsproblemen, Appetitlosigkeit, Haarausfall und Hautausschlägen. Wie auch die verwandten Lippenblütler Oregano, Thymian und Salbei wirkt Rosmarin antibakteriell, pilztötend und entzündungshemmend. Bei mir darf Rosmarin in keinem Kartoffelgericht fehlen.

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