Modal-chemische Naturfaser
Lifestyle

Modal – eine chemische Naturfaser auf dem Prüfstand

10. August 2019

Gehört ihr auch zu den Käufern, die bevor sie ein Kleidungsstück kaufen zuerst schauen, woraus das Teil eigentlich besteht? Ich bin so eine und studiere erst einmal, welche Fasern ich demnächst auf meiner Haut trage.

Das mache ich sowohl aus Gründen der Nachhaltigkeit als auch aus Gründen des Tragekomforts. Eine Faser, die beides vereint ist zweifelsohne Tencel, vor einiger Zeit habe ich euch über diesen Stoff bereits berichtet. Seit einiger Zeit bin ich aber auch Fan der besonderen Faser Modal.

Was bedeutet „chemische Naturfaser“?

Ähnlich wie Viskose/Tencel wird Modal aus dem Rohstoff Holz gewonnen, weshalb es sich um eine Naturfaser handelt. Für die Herstellung verwendet man ausschließlich das Holz der Buche, dass als nachwachsender, regenerierender Rohstoff gilt. Das Buchenholz muss zunächst entrindet und in Späne zerlegt werden, bevor es in einem mehrstufigen sauerstoffbasierten, chemischen Prozess zu einer Zellulosemasse verarbeitet wird, daher der Zusatz „chemische Naturfaser“ (oder auch Regeneratfaser). Mithilfe von speziellen Spinndüsen können nun die Modal Fasern gesponnen werden.

Modal im Vergleich

Modal verbindet die Vorteile aus Natur und Synthetik perfekt. Deshalb ist die Faser auch haltbarer, ausdauernder, formbeständiger, weicher, weniger knittrig und hitzeunempfindlicher als Baumwolle. Die vegane Faser fühlt sich federleicht, zart und weich an, wirkt kühlend und fällt fließend. In Optik und Haptik erinnert sie stark an Seide. Im Vergleich zu Polyester ist Modal wesentlich haut- und umweltfreundlicher.

modal-chemische Naturfaser

Modal nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf und leitet sie schnell ab, weshalb es sich auch immer mehr im Sport- und Outdoorbereich etabliert hat. Aufgrund der weichen, glatten Oberfläche und der zuverlässigen Atmungsaktivität ist die Faser auch bei sehr empfindlichen Hauttypen und Allergikern beliebt.

Nachhaltigkeit

Aber Modal schneidet nicht nur in Hinblick auf Funktionalität und Tragekomfort im Vergleich zu anderen Stoffen gut ab, sondern auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Denn bei der Herstellung von Modal wird generell weniger Wasser und Energie verbraucht. Der Flächenbedarf, Pestizideinsatz und die Menge an Abfallprodukten ist wesentlich geringer als bei anderen Materialien.

Eine besonders nachhaltige Regeneratfaser, das „Modal Edelweiß“, produziert momentan allerdings nur eine Firma, die Lenzing AG .Das Unternehmen aus Österreich ist bekannt, weil es exklusiv auch Tencel produziert.

Die Herstellung des „Modal Edelweiß“ erfolgt in einem geschlossenen Kreislauf unter Rückgewinnung der eingesetzten Chemikalien CO2 neutral. Die Fasern für das besondere Modal werden aus nachhaltigem ,österreichischem Buchenholz gewonnen. Damit ist der Stoff biologisch abbaubar. Da die gesamte Produktion an einem Ort stattfindet, werden weniger Energie verbraucht und die Ressourcen geschont. Der Wasserverbrauch im Vergleich zu Baumwolle ist laut hessnatur bis zu 80% niedriger, wahnsinn, oder? Schließlich gilt „Modal Edelweiß“ (genau wie Tencel) als eine der nachhaltigsten Fasern überhaupt. Na, werdet ihr ab jetzt noch genauer auf das Etikett in eurer Kleidung schauen? 😉

Empfehlenswerte, nachhaltige Kleidung, die unter anderem aus dem hochwertigen „Modal Edelweiß“ besteht, findet ihr beispielsweise bei hessnatur.com , bei bergfreunde.de oder bei avocadostore.de





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