Naturkosmetik

Neroli – Eine echte Kostbarkeit

14. Februar 2018

Das Öl der Bitterorangenblüten

Kein Wunder, dass sich schon im 19.Jahrhundert die sizilianische Prinzessin von Nerola mit diesem kostbaren, ätherischen Öl betupfte und sogar ihre Briefe damit beträufelte. Sie liebte den blumigen, lieblichen, aber auch leicht würzigen Duft des Orangenblütenöls, das deshalb auch Neroliöl genannt wird.

Neroliöl wird durch Wasserdampfdestillation der frischen Blüten des Bitterorangenbaumes gewonnen. Mehr als eine Tonne Blüten benötigt man, um ein Liter ätherisches Öl zu erhalten, das macht es so kostbar und sehr teuer.

Die Bitterorange (auch Pomeranze genannt) ist eine Zitruspflanze, die vermutlich aus einer Kreuzung von Pampelmuse und Mandarine entstand. Eine gewisse Ähnlichkeit zur gängigen Orange ist zwar vorhanden, allerdings werden die beiden Pflanzen komplett unterschiedlich verwendet. Aus den Früchten des Bitterorangenbaumes wird das aromatische Bitterorangenöl gewonnen, aus den Zweigen, Blättern und Fruchtansätzen kann man das etwas herbe Petitgrain destillieren. Ein erfrischendes, ausgleichendes ätherisches Öl, dass besonders bei Gefühlsschwankungen stärkend und stabilisierend wirken soll. Schließlich entsteht aus den Blüten das besondere Neroliöl, wenn man sie destilliert. Alle drei ätherischen Öle des Bitterorangenbaumes sind oft Zusätze in erlesenen Parfümmischungen, aber in erster Linie sind es hervorragend wirksame Aromatherapie-Öle.

Ein duftendes Öl für alle Sinne

Neroliöl wirkt unter anderem stark entspannend, gleichzeitig aber auch stärkend, entkrampfend, angstlösend, herzstärkend, heilend, aufheiternd, entzündungshemmend und sehr regenerierend.

Es hellt die Stimmung auf und kann sogar Depressionen lindern. In besonders schlimmen Schock-Situationen (wie Tod, Trauer, Ohnmacht) kann Neroli helfen wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Nicht umsonst wird es in der Aromatherapie auch „Schocköl“ genannt.

Wie verwende ich das Öl?

In der Duftlampe oder dem Diffuser verströmt das Öl seinen unvergleichlich sinnlichen, lieblichen Duft und sorgt für eine sehr entspannte Wohlfühlatmosphäre. Besonders gut harmoniert Neroli mit den ätherischen Ölen: Lavendel, Sandelholz und Bergamotte.

Ich mische ab und zu ca.3 Tropfen Neroliöl mit etwas Sahne oder Milch und gebe diese pflegende Mischung ins Badewasser. Auf diese Weise kann sowohl mein Körper als auch mein Geist herrlich abschalten und sich einfach nur entspannen.

Auch unsere Haut profitiert von dem wertvollen ätherischen Öl. Denn es hilft bei Narben und Couperose, wirkt entzündungshemmend bei Akne und regeneriert die Hautzellen. Gereizte, trockene, empfindliche und reife Haut wird aufgebaut und sehr gut gepflegt. So gesehen ist Neroliöl auch ein wirksames Anti-Aging-Mittel. Ich mische mir öfters 1Tropfen Öl in einen Esslöffel meiner Creme und massiere diese Mischung in meine Gesichtshaut ein, die Wirkung ist einfach verblüffend. Ihr könnt das Neroliöl natürlich auch in euer Bodyöl mischen (ca.3Tropfen Neroliöl auf 50ml Basisöl) und so den ganzen Körper verwöhnen.

Bitte achtet darauf nur Bio zertifiziertes Neroliöl zu verwenden, denn nur dann tut ihr euch wirklich etwas Gutes. Neroliöl könnt ihr online, in bestimmtem Bioläden oder Apotheken kaufen.

Die Qualitäten sind natürlich sehr unterschiedlich. Ich verwende am liebsten das 2%ige demeter zertifizierte Neroliöl von Taoasis. Hier ist Bio-Neroli zu 2% in demeter Jojobaöl gemischt. Das macht das Produkt sehr bezahlbar, und da ich das Öl überwiegend für kosmetische Zwecke benutze, kann ich es so auch großzügiger dosieren.

Bild-Quelle: „Lexikon der Düfte“ von Axel Meyer, Taoasis Verlag. 

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