Gesundheit

Pflanze des Monats

13. November 2017

 Echter Salbei

Salbei gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit. Das besagt schon der Name Salvia officinalis. Salvia stammt von dem lateinischen „salvare“ und bedeutet „heilen„. „Officinalis“ ist ein Hinweis auf die arzneiliche Wirksamkeit einer Pflanze. Schon im 13. Jahrhundert lehrte man an der ältesten, medizinischen Fakultät Europas, in Italien, den Satz: „Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?“.

Der „echte Salbei“, wie er auch genannt wird, gehört zur Familie der Lippenblüter und bringt seine Blüten im Mai/Juni zum Vorschein. Der verwendete Pflanzenteil sind die länglichen, schmalen Blätter, die sich weich und filzig anfühlen. Geerntet wird vor oder nach der Blütezeit. Ursprünglich ist das Kraut im Mittelmeerraum heimisch gewesen, wurde jedoch im Mittelalter von den Mönchen nach Deutschland gebracht. Das, was den Salbei zu einer Art Allheilmittel macht, sind wohl seine über 60 Inhaltsstoffe, sowie die vielen Vitamine. Insbesondere beinhaltet er eine Menge Vitamin C und B3, sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Die Bestandteile des ätherischen Öls im Salbei wirken antibakteriell, antiviral und antitumoral. Die Salbeiblätter enthalten Gerbstoffe, die desinfizierend, antioxidativ und entzündungshemmend wirken.

Der Salbei ist tatsächlich sehr vielfältig einsetzbar. Hauptsächlich verwendet wird der Lippenblütler bei Atemwegserkrankungen,bei Problemen im Mund und Rachenraum und bei übermäßigem Schwitzen (aufgrund seiner antiseptischen und adstringierenden Wirkung).

Das Heilkraut soll jedoch auch das Nervensystem stärken, zu mehr Gelassenheit führen und bei Depressionen helfen. Schon die alten Gelehrten und Philosophen sollen früher Salbeitee getrunken haben, um ihre Gehirn und Konzentrationsleistungen zu steigern. Die moderne Medizin erhofft sich nun deshalb Hilfe für Alzheimerpatienten zu finden. Außerdem soll sich der Salbei auch positiv auf den gesamten Magen-Darmtrakt auswirken.

Man nennt den Salbei jedoch auch das „Kraut der Frauen“. Er soll uns Frauen helfen unsere Schönheit und Gesundheit in jedem Alter zu bewahren. Jungen Mädchen können durch den Salbei ihr hormonelles Gleichgewicht finden, und bei Frauen in den Wechseljahren lindert er typische, hormonbedingte Beschwerden. Das Heilkraut kräftigt die Gebärmutter, regelt die Menstruation und heilt Weißfluß. Ich erinnere mich, dass ich viel Salbeitee getrunken habe als ich meine Kinder abstillen wollte, da er eine milchhemmende Eigenschaft hat.

Wie verwende ich Salbei?

Innerlich:

Die wohl bekannteste Methode ist den Tee innerlich zu genießen. So hilft er insbesondere bei Erkältungskrankheiten mit Halsentzündungen, Husten und Kehlkopfentzündung.


Man kann auch das ätherische Öl innerlich einnehmen, vorrausgesetzt man hat eine gute, reine Qualität. Man muss jedoch sehr vorsichtig mit der Dosierung sein. Auf diesem Weg werden Bakterien abgetötet. Das Öl wirkt kräftigend, krampflösend und appetitanregend.
Bei Entzündungen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut kann man mit dem Tee auch eine Mundspülung machen oder die frischen Blätter zerkauen.

Äußerlich:

Äußerlich kann man bei schlecht heilenden Wunden, Exzemen und Geschwüren Waschungen, Bäder oder Spülungen mit Salbeitee oder auch wenigen Tropfen des ätherischen Öls machen.
In verdünnter Anwendung kann man auch das ätherische Öl zur Wundheilung sowie bei rheumatischen Beschwerden nutzen.

Achtung:
Bei Menschen die eine Neigung zur Epelepsie haben, kann das Salbeiöl zu epileptischen Anfällen führen. Außerdem sollte die Salbei-Essenz nicht für Schwangere, stillende, Babys und Kleinkinder verwendet werden. Insgesamt sollte man sie nur äußerst sparsam anwenden.

Also wieder einmal eine tolle Pflanze, in der mehr steckt als ich dachte. Ich bin begeistert und werde wohl in Zukunft öfter mal zu einer Tasse Salbeitee greifen.

 

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