Rhabarber
Gesundheit

Saisongemüse Rhabarber

10. Mai 2019

Rhababer leitet für mich jedes Jahr den Frühling ein. Eigentlich dachte ich immer, dass das üppig grüne Gewächs zum Obst gehört, dem ist aber nicht so. Denn wir essen nicht die Früchte der Pflanze, sondern die Stängel. Deshalb ist Rhababer ein Gemüse, ein sogenanntes Stielgemüse.

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In China wird die Staude schon seit 5000 Jahren als Heilpflanze kultiviert, den Wurzeln der Pflanze werden dort Heilkräfte nachgesagt. In Deutschland kennen wir Rhababer erst seit 150 Jahren. Wir lieben seine säuerlichen, nahrhaften Stiele, die in Verbindung mit etwas Süssem besonders lecker schmecken.

Sauer macht lustig und gesund

Die Substanzen der Rhababerwurzeln werden häufig in Abführmitteln verwendet. In Form von Kompott kann der Rhababer auf milde Art und Weise zur Entschlackung und somit zum inneren Hausputz beitragen. Zudem hat er eine blutreinigende Eigenschaft. Neben Vitamin C enthält Rhababer einige wichtige Mineralien wie Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und etwas Jod. Für die Gesundheit entscheidend sind jedoch die Menge an Zitronen- und Apfelsäure, Pektin, Gerbstoffen, verschiedenen Glykosiden und ätherischen Ölen.

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Rhababer besitzt allerdings auch die giftige Oxalsäure, die zum größten Teil in den Blättern vorhanden ist. Es ist jedoch auch ein kleiner Teil in den Stängeln vorhanden, besonders in seiner Haut. Die Oxalsäure ist das, was einem beim Verzehr von Rhababer den Mund zusammenziehen lässt und ein pelziges Gefühl auf den Zähnen hinterlässt, da die Säure den Zahnschmelz angreift.

Außerdem verbindet sie sich im Körper auch mit dem Kalzium aus der Nahrung oder dem Blut. Daher sollten Menschen, die zu Rheuma, Arthritis, Nierensteinen oder Gicht neigen auf Rhababer besser verzichten. Durch das Schälen kann die Säure verringert werden und roter Rhababer besitzt weniger Säure als grüner. Desto älter der Rhababer wird, desto mehr Säure enthält er, deswegen sollte man ihn auch nach dem 24. Juni nicht mehr ernten. Was mich noch interessiert hätte, ob man Rhababer noch essen darf, wenn er blüht, dazu habe ich allerdings unterschiedliche Informationen gefunden, so dass ich darauf keine konkrete Antwort geben kann. Allerdings soll man die Blüte essen können.

Lasst euch diese Frühlingsgemüse schmecken, solange es Saison hat.

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2 Kommentare

  • Reply
    Jussi
    14. Mai 2019 at 10:31

    Ich habe die Blüten als Kind leidenschaftlich gegessen… ich fand die super köstlich ,)

    • Reply
      Sybille Weigert
      16. Mai 2019 at 10:42

      Das ist ja spannend. Ich wußte gar nicht, dass man auch die Blüten essen kann…;-)

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