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Viel mehr als nur leckere Aufstriche…

3. Mai 2017

Die Produkte habe ich von GUTDING kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.

GUTDING

Kennt ihr die Brotaufstriche von GUTDNG? Mir sind sie bei uns im Bioladen aufgefallen, weil sie anders aussehen als der Rest. Die Aufstriche sind in kleine Weckgläser abgefüllt und mit schönen, charakteristischen Etiketten beklebt. Da ich neugierig bin und kreativ gestaltete Sachen gerne mag, musste ich diese Aufstriche probieren, und sie schmeckten tatsächlich richtig gut.

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Auf der Biofach hatte ich das Vergnügen, Agapi und Rado, die Menschen, die hinter GUTDING stehen, kennenzulernen. Dabei habe ich festgestellt, dass GUTDING vielmehr ist als nur ein paar leckere Brotaufstriche. Ihre Geschichte hat mich bewegt, und sie macht Mut sich auf den Weg zu begeben den eigenen Traum zu leben. Deswegen möchte ich euch heute von Agapi und Rado und ihrer Reise, die hinter ihren Produkten steht, berichten.

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Die Reise zu GUTDING

Agapi und Rado teilen die Sehnsucht nach einem Leben, in dem der respektvolle Umgang mit der Natur und ihren Kreisläufen wieder im Vordergrund steht. Agapi führte ein Leben, in der sie alles hatte, was sich viele wünschen. Eine eigene Agentur, ein Loft im angesagtesten Viertel von Hamburg, einen Porsche. Aber sie merkte irgendwann, das sie das nicht glücklich machte. Sie suchte nach den Gründen, und fand in ihren Tiefen alte Sehnsüchte wieder. Irgendwann ist, wie sie so schön sagt, der Groschen gefallen und ihr war klar, dass wenn sie etwas in der Welt verändern wollte, musste sie bei sich anfangen. Sie schloss ihre Agentur, verkaufte ihr Auto und heiratete Rado. Auch bei ihm war „der Groschen“ zu einer ähnlichen Zeit gefallen. Das war zum einen ein Segen, aber oft auch nicht einfach, weil sie im Nichts standen und nicht recht wußten wohin. Mit der Zeit wuchs der Wunsch ein eigenes Dorf zu gründen, in dem sie gemeinsam mit Menschen arbeiten und in Freiheit leben möchten, indem sie Bezug aufeinander nehmen. Einige hielten sie für verrückt, und auch die ein oder andere Freundschaft blieb auf der Strecke.

Aber wo und wie sollte man anfangen? Die Sehnsucht war da und wollte umgesetzt werden. Durch einen Zufall fanden sie 2014 das Gutshaus von Neverstaden. Agapi und Rado zogen aufs Land, um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen. Aber beruflich wußten sie immer noch nicht genau was sie tun sollten. Rado machte zu Hause gerne eigene Brotaufstriche und durch einen Impuls von Freunden machten sie das zu ihrer neuen Aufgabe, zu GUTDING. Somit haben sie einen Teil der wirtschaftlichen Basis für ihren Traum, des eigenen Dorfes, geschaffen. Mit viel Liebe und Leidenschaft stellt das Paar ihre Brotaufstriche noch von Hand her. Rado ist für die Rezepturen zuständig und Agapi für das Design.

Heute sechs Jahre nachdem Agapi alles hingeschmissen hat, stecken sie und Rado mittendrin ein produktives Dorf zu gründen. Das ganze braucht viel Geduld, und sie lassen sich Zeit das Projekt wachsen zu lassen. Sie waren naiv und haben oft gezweifelt, der neue Weg ist alles andere als bequem, aber sie sind wieder glücklich. Die beiden haben einen Neuanfang für sich gemacht, und Agapi sagt immer wieder sie leben einen Vorschlag und wissen noch nicht genau wohin die Reise geht. Sie wollen nicht mehr auf Kosten anderer Leben. Umso erfolgreicher sie mit GUTDING werden, desto mehr stehen sie jedoch unter der Moral einiger Menschen, da der Spagat zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem Leben in Freiheit schwierig ist. Aber die beiden scheinen sehr reflektiert damit umzugehen. Ich finde ihren Weg mutig und konsequent. Die Geschichte lädt dazu ein sich selber zu fragen, wo die eigenen Sehnsüchte liegen, und ob wir uns auf dem richtigen Weg befinden.

Auch mein Mann und ich hatten die Sehnsucht der Natur wieder etwas näher zu sein und sind, nach einem langen Entscheidungsprozess, mit unseren drei Kindern aus der Großstadt weggezogen. Ich bin so dankbar für unseren kleinen Gemüsegarten, der mich mit seiner Vielfalt immer wieder erfreut, und ich bin so dankbar dafür, dass die Kinder den Kreislauf der Natur hier viel intensiver erleben können und würde nicht zurück in die Stadt gehen.

Wer den weiteren Weg der Dorfgründung mit all seinen Höhen und Tiefen verfolgen möchte, kann dies auf „handeln-ist-gold.de“ machen. Dort schreibt Agapi über den Wandel und das Werden ihres Herzenswunsches.

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Lieblingsaufstriche

Jetzt noch ein paar Sätze zu den Aufstrichen. Sie sind alle bio, vegan, glutenfrei und außer Bolle auch zuckerfrei. Meine liebsten Aufstriche sind „Sefa“, ein orientalischer Aufstrich auf Cashewbasis mit Datteln und Curry, sowie „Schnucki“ als Dip oder Aufstrich zu genießen. Er ist fruchtig mild und besteht aus Cashew,  Paprika und Aubergine. Mein Liebling ist „Bolle“. Es ist eine Art Chutney mit groben Zwiebelstückchen und Balsamico, super lecker!

Zu bekommen sind die Aufstriche im gutsortierten Bioladen und über Onlineshops wie „simplyvegan.de“. Auf der Internetseite von GUTDING findet ihr eine Liste mit den führenden Bioläden. 100g kosten zwischen 3,49€ und 3,99€.

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