Naturkosmetik

Wußtest Du eigentlich schon…

21. März 2018

…was Parabene sind?

Auf immer mehr Kosmetikprodukten liest man die Aufschrift „ohne Parabene“. Aber was sind Parabene überhaupt? Ich habe mich für euch mal schlau gemacht…

Parabene (Parahydoxybenzoesäure, PHB- Ester) werden in erster Linie als günstige Konservierungsstoffe in Kosmetik, Arzneimitteln und Lebensmitteln verwendet. Für ein längeres Haltbarkeitsdatum finden wir sie in kosmetischen Produkten wie Shampoos, Cremes, Deodorants, Seifen oder Lippenstiften.

Sie gleichen in ihrer Struktur dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und sollen über die Haut aufgenommen werden. Deswegen wird befürchtet, dass sie den Hormonhaushalt des Menschen durcheinander bringen können. Es gibt jedoch leider keine Langzeitstudien über die Wirkung von Parabenen auf den menschlichen Organismus. Es gibt Forscher die vermuten, dass ein Zusammenhang zwischen der Verwendung von parabenhaltiger Kosmetik und Brustkrebs besteht, konnten dies bis jetzt jedoch noch nicht beweisen.

Andere Stimmen gehen, aufgrund von Tierversuchen an Ratten, davon aus, dass die Parabene einen Einfluß auf die Spermienproduktion des Mannes haben. Wobei man nicht weiß, inwieweit die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind.

Ein Problem der Parabene ist, dass sie sich im menschlichen Körper ablagern und man nicht weiß, was sie da tun. Es gibt bisher zu wenig handfeste Erkenntnisse über die Folgen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat für verschiedene Parabene Grenzwerte in Kosmetikprodukten festgelegt. Wenn ich nun neben einem parabenhaltigen Duschgel auch noch eine Körperlotion, einen Rasierschaum oder einen Lippenstift mit Parabenen verwende, Arzneimittel einnehme und möglicherweise auch über die Nahrung Parabene zu mir nehme, häuft sich in meinem Körper der reinster Chemie-Cocktail an. Denn niemand weiß, wie die einzelnen Konservierungsstoffe miteinander reagieren.

Was tun?

Fakt ist aber auch, wenn keine Parabene in der konventionellen Kosmetik verwendet werden, werden andere Konservierungsstoffe wie z.B. Methylisothiazolinon (MI) verwendet, um der Verkeimung der Produkte vorzubeugen. Bei dem genannten Inhaltsstoff ist das Allergiepotential allerdings fünf mal höher eingestuft als bei Parabenen.

Also ein nicht ganz einfaches Thema. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu zertifizierter Naturkosmetik.  Denn die ist grundsätzlich frei von Parabenen und setzt auf natürliche Konservierungsstoffe.

Hier noch eine Liste von Namen, hinter denen sich Parabene verstecken können…

in Kosmetik:
-Hydroxybenoesäure,
-Hydroxybenzoat,
-Metagin,
-Nipagin,
-Propagin,
-Parahydroxybenzoat,
-Oxybenzoesäure,
-Oxybenzoat,

in Lebensmitteln:
-E214,
-E215,
-E218,
-E219

 

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