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Wußtest du eigentlich schon…

25. November 2016

wie viele unserer Produkte Palmöl enthalten?

Palmöl/Palmfett wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen, die hauptsächlich in Malaysia und Indonesien angebaut wird. Das beliebte Pflanzenöl mit den guten Eigenschaften (sehr hoher Ölertrag, daher recht günstig, enthält kaum Transfettsäuren, dafür viel Vitamin E und A, eine gute Struktur und Konsistenz), gilt weltweit als meist angebautes Öl weit vor Soja und Raps. Und die Nachfrage nach diesem natürlichen Rohstoff wächst stetig. Seit 1990 haben sich die Anbauflächen deshalb schon verzehnfacht. Die enorme Ausweitung der Plantagen hat zur Folge, dass bereits sehr große Flächen des Regenwaldes dafür abholzt wurden, seit Anfang der neunziger Jahre sind es ca. 31Mio.Hektar (ungefähr die Fläche Deutschlands). Die damit verbundenen extremen Brandrodungen und Monokulturen vernichten ganze ökologische Lebensräume und bedrohen damit die Existenz vieler Pflanzen und Tiere. Eigentlich wäre damit der rigorose Palmölverzicht unausweichlich. Wir müssten alle Produkte, die dieses Öl enthalten boykottieren, auch beispielsweise kein Fleisch mehr essen (in der Massentierhaltung wird Palmöl dem Futter zugesetzt). Allerdings ist der Austausch gegen ein ein anderes Pflanzenöl auch keine befriedigende Lösung erklärt WWF Deutschland. Denn bei anderen Pflanzen benötigt man noch mehr Fläche, um die gleiche Menge an Öl zu gewinnen. Es wird also noch mehr Umwelt zerstört, ein  Teufelskreislauf.

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Wie also handeln? Wir sollten auf jeden Fall bewusst konsumieren und vor allem Bio. Es gibt mittlerweile einige Organisationen, die sich dafür einsetzen, dass sowohl der Anbau als auch der Vertrieb des Rohstoffes so umweltschonend wie möglich von statten geht und keine weiterer Regenwaldfläche gerodet wird. Aber die Flächen für den Anbau werden immer kleiner. Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) kämpft dafür, dass viel mehr zertifiziertes Palmöl in Deutschland verwendet wird. Aber es gibt keine hundertprozentige Lösung für diese Problematik. Auch die Biohersteller reagieren sehr unterschiedlich. So gibt es in den Sonnentor-Keksen beispielsweise kein Palmöl mehr, es wurde durch einen anderen Rohstoff ersetzt. Rapunzel wiederum verwendet in seinen Rezepturen schon seit den neunziger Jahren bio und fair zertifiziertes Palmöl, dessen Weg sie vom Anfang bis Ende komplett zurückverfolgen können.

Das Thema ist und bleibt kontrovers, und wir alle sollten uns damit auseinandersetzen.

 

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