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Wußtest du eigentlich schon…

19. Dezember 2016

wieviel Wasser man für ein Kilo Tomaten braucht?

Die Tomate gehört zum Lieblingsgemüse der Deutschen. Aber was tun, wenn es in der kalten Jahreszeit bei uns keine gibt? Da greifen die meisten auf Gewächshaustomaten aus den Niederlanden und Freiland- oder Folientomaten aus Spanien zurück. Die Tomaten aus Südspanien benötigen im Schnitt 85l, die aus Sizilien und der Türkei 130l und die aus Ägypten sogar 230lWasser pro Kilogramm.

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Die Tomaten aus den Niederlanden brauchen aufgrund des gemäßigten Klimas und dank eines effektiven Wasserrecyclingsystems nur 10l Wasser pro ein Kilogramm Tomaten. Das Problem ist nur leider, dass gerade in der kälteren Jahreszeit die CO2- Bilanz dieser Tomaten aufgrund des hohem Energieaufwandes wie heizen und beleuchten, sehr schlecht ausfällt. Diese Werte beziehen sich auf konventionelle Tomaten, jedoch kann der Wasserfußabdruck für Bio-Tomaten ähnlich groß sein. Bei den Kriterien für den Bioanbau gibt es bis jetzt keine Vorgaben, was den  nachhaltigen Umgang mit lokalen Wasserreserven betrifft. Was man natürlich sagen muss, ist, dass Bio-Gemüse das Wasser nicht durch Pestizide verunreinigt. Der humusreiche Boden im Bioanbau besitzt eine größere Wasserhaltefähigkeit. Das wiederum passt sich dem konventionellen Wasserverbrauch für Tomaten, durch den geringeren Ernteertrag des Bioanbaus jedoch wieder an. Also was tun? Das Problem bezieht sich ja nicht nur auf Tomaten, sondern auch auf andere Gemüsesorten, die hier gerade keine Saison haben, wie der heißgeliebte Brokkoli meiner Kinder. Was tun, wenn das einzige Gemüse, dass die Kinder gerne essen gerade nicht hier wächst?

Ich denke wie in allen Fällen: jedes Essen zählt, und wenn man den Brokkoli das ein oder andere mal zum Beispiel durch einen regionalen, süßen Spitzkohl ersetzt, ist das doch schon ein Schritt in die richtige Richtung.

 

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