Naturkosmetik Blog

Wusstest Du eigentlich schon…

18. Januar 2017

dass nahezu in jedem Kosmetikprodukt Alkohol steckt?

Schaut Ihr euch mal in Ruhe die Zutatenliste eurer Kosmetikprodukte an, so werdet ihr feststellen, dass sicher die meisten davon an irgendeiner Stelle der INCI Alkohol/Ethanol enthalten. Dieser Stoff ist fettlöslich, wirkt in erster Linie bakterientötend, entzündungshemmend, keimtötend, deodorierend und konservierend. Allerdings ist Alkohol in Kosmetikprodukten sehr umstritten und wird häufig kritisiert. Ethanol soll die natürliche Hautbarriere schädigen, sie damit durchlässiger, rissiger und trockener machen, außerdem steht der Stoff sogar im Verdacht hormonell zu wirken.

Es gibt aber nicht nur den einen Alkohol, es handelt sich um eine größere Gruppe von Flüssigkeiten, die entstehen, wenn stärke- oder zuckerhaltige Biomasse vergoren wird. In der Kosmetikindustrie wird meistens vergällter, das heißt denaturierter, ungenießbar gemachter Alkohol (INCI „alkohol denat“) verwendet, auf diese Weise entfällt die Alkoholsteuer und der Stoff ist viel günstiger. Problematisch ist, dass Alkohol in der konventionellen Kosmetik oft mit synthetischen Mitteln (z.B. Weichmachern) vergällt wird, diese können Allergien auslösen, die Haut tatsächlich nachhaltig schädigen, in den Hormonhaushalt negativ eingreifen und Diabetis auslösen. In der Naturkosmetik wird entweder reiner Weingeist (INCI „Alcohol“oder“Weingeist“) verwendet oder ein mit ätherischen Ölen vergällter Bio-Alkohol (in der INCI ebenfalls „alkohol denat“). In diesem Fall löst der Alkohol wasserunlösliche Stoffe aus den ätherischen Ölen, somit können die vielen hochwertigen Inhaltsstoffe vollständig herausgezogen werden und ihre volle Wirkung entfalten. In einigen Pflanzenölen befindet sich schon von Natur aus ein bestimmter Alkohol (INCI „Benzyl Alcohol“), er wird der Kosmetik nicht extra zugeführt und ist gut verträglich. Im allgemeinen desinfiziert und konserviert Alkohol unsere Kosmetik, sie bleibt so auch angebrochen länger frisch und keimfrei. Zertifizierte Bioprodukte dürfen sowieso nur einen äußerst geringen Anteil an Alkohol enthalten, deshalb ist dies selbst für trockene Haut kein Problem. Lediglich extrem empfindliche Hauttypen sollten Biokosmetik ohne Alkohol bevorzugen, zum Beispiel die Produkte von Martina Gebhardt.

Im Vergleich zu anderen Konservierungsmethoden ist Bio-Alkohol der klare Favorit, denn er hat die wenigsten Nebenwirkungen und das geringste Potential Hautirritationen oder Schäden zu verursachen. Zusammengefasst überwiegen die positiven Eigenschaften dieses Stoffes, wie ich finde, vorausgesetzt wir verwenden ausschließlich zertifizierte Biokosmetik.

 

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